Nachrichten aus 2016 - 5 Berichte

Freitag, 02. Dezember 2016 - Viele Grüße aus Peru - otra vez más

Abschied am Frankfurter Flughafen
Abschied am Frankfurter Flughafen mit 3 Kofferwagen

Wir sind am Mittwoch gut in Lima gelandet und dürfen auf eine bewahrte und gesegnete Reise zurückblicken. Owohl unser Flug nach Madrid Verspätung hatte, kamen wir Dank Rückenwind sogar noch eher als geplant in Madrid an. So wurde sogar aus der knappen Umsteigezeit wirklich ausreichend Zeit zum Umsteigen. Auch auf dem Langstreckenflug klappte alles prima und wir kamen beinahe ganz ohne Turbolenzen recht ausgeruht in Lima an. Hier mussten wir eine ganze Weile auf unser Gepäck warten, sodass wir später in einer langen Schlange am Zoll standen. Normalerweise wird jedes Gepäck im Zoll nochmal durchleuchtet. Durch die lange Schlange passierte das Unglaubliche: Nur Andrés Fahrrad musste noch einmal durch den Scanner, jedes weitere unserer Gepäckstücke durften wir einfach vorbeischieben. Ein großer Segen, denn es bereitet keine Freude 8 Koffer am Zoll auszupacken, zudem es hier auch oft Beanstandungen vom Zoll geben kann.

 

In den letzten Wochen vor der Ausreise hat sich bei uns unglaublich viel getan. Während unserem Reisedienst durften wir wieder viele Menschen kennenlernen die uns gut getan haben, die uns wichtig geworden sind, trotz oft nur kurzer gemeinsamer Zeiten. Wir hatten tolle Gespräche und haben wunderbare Erinnerungen gesammelt. Es war teilweise auch wieder anstrengend, wir erlebten viele Stunden auf der Autobahn und einige Stunden davon im Stau. Wir schliefen während unseren 16 Vorträgen in so vielen verschiedenen Betten, dass wir sie nicht auf Anhieb aufzählen könnten. Zum Ende unserer Vorträge waren wir am 31. Oktober beim RefDay zu Gast und durften unser Projekt vorstellen. Für uns eine besondere Erfahrung, da wir mit über 300 Besuchern vor unserem bisher größten Publikum gesprochen haben; für uns wirklich ein besonderer Abend. Während der Vortragszeit wurden wir auf so vielfältige Weise beschenkt: Selbst-gestrickte Socken, die auch auf unserem Flug nun schon gute Dienste geleistet haben, live Gute-Nacht-Musik am Bett für die Kinder mit Gitarre und Gesang, das Beehive (Kiosk) das extra für die Kinder nochmal geöffnet wurde, ein Ausritt zu Pferd für die Kinder und eine Sauna in der uns zu Verfügung gestellten Ferienwohnung. Überall wurden wir ermutigt und wir wissen sehr zu schätzen, welche Wertschätzung uns entgegengebracht wurde. Dafür möchten wir uns von Herzen bei euch bedanken!

 

An dieser Stelle möchten wir auch alle grüßen, die wir neu als Freunde gewonnen haben und nun vielleicht zum ersten Mal unseren Blog lesen. Und wir möchten uns bei euch allen bedanken, dass ihr gemeinsam mit uns in unseren zweiten Term mitgeht und uns begleitet.

 

Und zu allerletzt: Viele von euch haben ja mitbekommen, dass ein großes Anliegen von uns war, ein eigenes Auto haben zu können. Durch einige Sonderspenden von euch haben wir nun einen Geldbetrag zusammen, mit dem wir uns nun nach einem Auto umschauen dürfen.

 

Wir wünschen euch allen eine wunderbare und gesegnete Adventszeit!

Freitag, 9. September 2016 - Weitere Vorträge, voller Kalender

Unser Kalender füllt sich weiter mit Terminen worüber wir sehr dankbar sind. Auch, dass dieses Projekt so ein großes Interesse weckt und Menschen neugierig sind zu hören, was wir in Peru bisher erlebt haben und welcher Arbeit wir genau nachgehen.

 

Geplante Termine: (mit Postleitzahl)

25. September 2016

5.Oktober 2016

9. Oktober 2016

12. Oktober 2016

13. Oktober 2016

16. Oktober 2016

24. Oktober 2016

26. Oktober 2016

30. Oktober 2016

6. November 2016

FCG Landau (76829)

Frauenkreis FeG Erdbach (35767)

FeG Idstein-Wörsdorf (kurz) (65510)

FeG Idstein-Wörsdorf (lang) (65510)

Tournesol Idstein (65510)

FeG Kirchehrenbach (91362)

Pfarrgemeinde Frauenau (94258)

Missionsabend Klostermühle (56379)

Baptistengemeinde Puchheim (82178)

Stadtmission Frankfurt (65934)


Und hier noch ein Flyer der gerne vervielfältigt und verteilt werden darf!

Mittwoch, 17. August 2016 - Halbzeit

Die Fußball EM ist zwar längst vorbei, aber eine Halbzeit gibt es trotzdem noch; und zwar für uns als Familie. Die ersten, knappen zwei Jahre Peru liegen hinter uns. Wir sind nun in unserem Heimatdienst und konnten bereits ein paar Tage zur Ruhe kommen, Urlaub machen, Familie und Freunde besuchen. Aber ein halbes Jahr ist sehr kurz und deshalb steigen wir gerade wieder in die Öffentlichkeitsarbeit ein; wir wollen wieder Gemeinden besuchen, sowohl Bekannte als auch Neue und damit haben wir am vergangenen Sonntag angefangen. Kurzfristig konnten wir die FeG Breitscheid-Erdbach besuchen und dort unseren neuen Vortrag zum Besten geben, den wir die vergangene Woche, ebenfalls spontan, zum ersten Mal zeigen durften. (Wer uns kennt, weiß, dass es bei uns hin und wieder nicht nach einem Plan läuft, positiv wie negativ). Wir sehen auch hier wieder wie unbeschreiblich weitsichtig Gott plant und vorbereitet.

In Erdbach konnten wir auch die Peruanerin Milagros kennenlernen, deren Eltern aus Ayacucho kommen. Ayacucho liegt etwa 5 Autostunden von unserem Dorf Curahuasi entfernt. Interessant wie Gott manchmal unsere Wege kreuzen lässt.

 

Ein paar Vortragstermine stehen bereits in unserem Kalender; wir werden Gemeinden besuchen, die wir schon kennen und ihnen einen Zwischenstand geben, sind aber wie oben erwähnt gerne bereit, neue Gemeinden kennen zu lernen und freuen uns auf diese Arbeit.

 

Schon geplante Termine:

 

14. August 2016 FeG Breitscheid-Erdbach

25. September 2016 - FCG Landau

16. Oktober 2016 FeG Kirchehrenbach

26. Oktober 2016 Missionsabend in der Klostermühle

6. November 2016 Stadtmission Frankfurt

 

Abgesehen von unseren Reisediensten wollen wir diese Pause aber auch nutzen, um Dinge zu reflektieren und aus der "Distanz" zu bewerten und für uns Lösungen zu finden. "Wenn es von Gott ist, dann wird es sich auch durchsetzen" hörten wir kürzlich in einer Predigt und das wollen wir uns zu Herzen nehmen; denn wenn Gott möchte, dann gelingt es auch. Wir können und wollen nur gehorsam sein.

Montag, 28. März 2016 - Eine ganz besondere Woche

Kapelle an der plaza de armas in Vilcabamba
Kapelle an der plaza de armas in Vilcabamba

Nachdem ich in Deutschland gut 7 Jahre im Außendienst gearbeitet habe könnte man meinen, dass es mich nach 1,5 Jahren mal wieder nach 'draußen' zieht. Das kommt der Wahrheit schon ziemlich nahe. Ich verbringe sehr viel Zeit im Hospital und selten habe ich direkten Kontakt zu Patienten und bekomme daher selten mit, wie die Patienten ankommen oder vielmehr wie es ihnen geht wenn sie das Hospital verlassen; was hat das Hospital und die Behandlung mit ihnen gemacht; haben sie Gott kennenlernen dürfen in den zahlreichen Morgengottesdiensten? Alle diese Fragen bleiben für mich oft unbeantwortet. Aus diesem Grund habe ich unseren jungen Außendienst-Pastor Marcos an Weihnachten angesprochen, ob ich ihn mal für eine Woche begleiten dürfte. Er war sofort einverstanden und wir machten Mitte/Ende März für diese Unternehmung fest. Nun ist diese Woche vorbei und ich durfte eine tolle Erfahrung machen und die tolle Arbeit von Marcos kennenlernen.

Fünf Autostunden südlich von Abancay haben wir unser 'Hauptlager' in Vilcabamba aufgeschlagen von dem aus wir jeden Tag früh morgens gestartet sind um die kleinen, umliegenden Dörfer zu besuchen. Die Familie die uns für diesen Zeitraum aufgenommen hat war vor fünf Jahren im Hospital Diospi Suyana, da die Mutter schwer krank war und dabei war zu sterben. Beide haben im Wartesaal des Hospitals einen Jesus-Film gesehen, Reportagen über den Bau des Hospitals und viele Kurzvideos die von biblischen Geschichten erzählen. Schon da hat sich die Familie gefragt wie es so einen Gott geben kann, wo es doch überall so viel Leid gibt und sogar in der eigenen Familie wenig Liebe herrscht und auch der Alkohol eine Rolle spielt. Nach einer erfolgreichen Operation haben sie weiter nach diesem Gott; diesem Jesus gefragt, haben sich ihm dann anvertraut und ein Leben mit ihm begonnen. Heute leiten sie eine Baptistengemeinde in Vilcabamba mit und erzählen mit frohem Herzen von ihren Erfahrungen mit Gott. Da wir Sonntag angereist sind bot es sich an den Gottesdienst in Vilcabamba zu besuchen. Nach dem Gottesdienst haben wir mit den Leitern der Gemeinde die folgende Woche besprochen und es wurden sogar schon Einladungen ausgesprochen von ehemaligen Patienten die mitbekommen haben, dass jemand vom Hospital zu Besuch ist. In den Bergdörfern dieser Gegend ist der Alkoholmissbrauch sehr hoch und daher auch die Anspannung annähernd groß, da man nie weiß, wie die Menschen reagieren.

 

Unser erstes Ziel war Ayrihuanca. Angefangen haben wir auf der plaza de armas und schnell hatte Marcos die Aufmerksamkeit vieler Zuhörer, denn heute ist Zahltag und die Hälfte bis drei-viertel des Dorfes wartet auf der plaza auf die Bezahlung der letzten zwei Monate. Nach nicht einmal 30 Minuten waren alle unsere mitgebrachten Bibeln und beinahe alle Flyer (auf Quechua und Spanisch) vergeben und die Mehrheit hörte sehr aufmerksam und interessiert auf das was Marcos sagte. Als sich die Meute aufzulösen begann, sind wir noch zu einem älteren Mann gegangen der ein wenig abseits gesessen hatte. Er lies durchblicken, dass er viel Schlechtes gemacht hatte in seinem Leben und als wir nocheinmal auf die Bibel eingingen und ihm gesagt haben, dass Jesus ihm das alles vergeben möchte, stiegen ihm die Tränen in die Augen, denn er hatte verstanden worum es ging. Seine gesamte Vergangenheit konnte er loswerden und er hat es getan. Es ist so schön, wenn man miterleben darf, wenn ein Mensch den gesamten Mist seines Lebens hinter sich lässt und ein neues Leben anfangen möchte!

Am selben Tag konnten wir noch eine Taufe durchführen bei einer jungen Frau die das Haus aus gesundheitlichen Gründen nicht verlassen kann und wenige Wochen vorher denselben Schritt getan hat wie der ältere Mann oben. Was für ein Tag!

 

Am Mittwoch hieß unser Ziel Puyso. Hier gab es am Morgen einen Gottesdienst in einer bereits bestehenden Gemeinde und wir haben Essenspakete verteilt, die eine Organisation aus den USA der Gemeinde in Vilcabamba hat zukommen lassen. Diese sehr kleine Gemeinde ist bereits sehr aktiv in der 'Kirchenarbeit' und unsere Anwesenheit durfte zu deren Ermutigung und Stärkung dienen. Oft wurde ich an diesem und an den darauffolgenden Tagen an die Missionsreisen von Paulus aus der Bibel erinnert, der ebenfalls in Städte und Dörfer gegangen ist um entweder den Menschen von Jesus zu erzählen oder die bereits bestehenden Gemeinden ermutigt und gestärkt hat. 

 

Der entfernteste Ort war für mich Ccocha Ccocha; für mich, weil dann am Freitag Mittag für mich die Woche rum war und ich nach Hause gefahren bin, während Marcos noch einige Tage länger in Vilcabamba geblieben ist. Da es keine direkte Verbindung in die 'comunidad' Ccocha Ccocha gibt, mussten wir die 20 Essenspakete per Hand, Sack und Lasttier ins Dorf schleppen. Gar nicht so einfach, denn ich würde es noch nichteinmal einen Pfad nennen auf den wir uns begeben haben. Auch hier konnten wir die kleine Gruppe von gerademal 4 Christen für ihre Arbeit ermutigen. Diese 4 Menschen wollen ein kleines Gebetshaus bauen, haben aber noch überhaupt keine Ahnung wie sie das anstellen sollen, denn sie sind einfache Bauern die gerade genug haben um sich selbst über Wasser halten zu können. Aber sicher wird Gott ihre Gebete hören und sie können sich bald in einer kleinen Hütte versammeln, sie sind sich da jedenfalls sehr sicher. Unseren kleinen Gottesdienst haben wir auf einem Feld neben Quinua (einer hier typischen Getreideart) und Kohl gehalten. Da wir aber relativ früh fertig mit unserem Dienst hier waren, haben wir noch zwei weitere Familien besucht die jeweils etwa 15 - 20 Minuten Fußweg voneinander entfernt liegen. Auch hier fanden wir eine Frau die bereits seit 2,5 Jahren nicht mehr laufen kann unter einem niedrigen Vordach sitzen. Am Morgen setzt sie die Familie dort ab und geht auf die Felder arbeiten und am späten Nachmittag verbringen sie Zeit zusammen bis es Nacht wird. Am nächsten Morgen das Gleiche. Und dabei sind die Männer und Frauen oftmals gar nicht alt. Meistens fing es harmlos an; bspw. eine kleine Entzündung oder Verletzung. Die wird dann meist nicht behandelt, weil kein Arzt in der Nähe ist und dann wird es immer schlimmer, bis das Laufen schwerfällt und dann eben unmöglich wird. Aber auch hier durften wir Trost spenden und ein paar gute Worte verlieren. Danach haben wir uns auf den Rückweg begeben. Mir wurde gesagt wir kommen nun am Besten und Schnellsten mit der Linie 11 nach Hause, aber das würde so 2,5 - 3 Stunden dauern. Auf meinen fragenden und wahrscheinlich irritierten Gesichtsausdruck wurde mir dann lachend erklärt, dass die 11 für meine Beine steht und wir heim laufen müssten.

 

Am Wochenende danach hatte ich sehr viel nachzudenken und ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung. Egal in welchem ''5-Häuser-Dorf'' wir ankamen, wir wurden immer mit großer Gastfreundschaft empfangen und wurden auch sehr oft zum Essen eingeladen. Klar, wenige oder vielleicht auch keiner hat jemals damit gerechnet, dass ein Ausländer, ein Deutscher mal in ihr kleines Dorf kommen würde, aber daran lag es garantiert nicht. Die Gemeinschaft ist hier äußerst wichtig, das schließt auch gemeinschaftliches Essen mit ein. Am letzten Tag wurden wir von sehr heftigem Hagel und Regen überrascht und wir wurden komplett durchnässt: Bibel, Notizheft in dem ich meine Erfahrungen aufgeschrieben hatte, die letzten Brötchen, Taschenlampe, alles! war nass und es wäre nicht unmöglich, aber extrem unangenehm gewesen in feuchtnassen Klamotten und Schuhen etwa 7 Stunden durch die Anden nach Curahuasi zu fahren. Ich hatte mich gerade damit abgefunden, dass das nun so sein soll, als meine Gastfamilie zu mir kam (die selbst wirklich nicht viel hat) und mir Schuhe gegeben hat, die mir zwar wesentlich zu klein aber dennoch trocken waren! Wie egal war es zu diesem Zeitpunkt, dass sie so viel weniger Geld haben als ich. Ich hätte mir keine neuen Schuhe zu diesem Zeitpunkt kaufen können. Aber sie hatten etwas das ich nicht hatte und sie haben es mir gegeben ohne es irgendwann zurückhaben zu wollen. Das hat mich sehr bewegt! Und ich glaube diese Woche war für mich mehr Segen als für die Menschen dort.

 

Zum Schluss: Gegen Ende unserer gemeinsamen Zeit habe ich Marcos gefragt, warum er sofort und ohne nachzudenken zugesagt hatte, als ich ihn an Weihnachten gefragt habe ob ich mal mitkommen darf. Er sagte: "André, das Leben hier draußen ist oft sehr einsam und ich kämpfe oft mit der Einsamkeit, das kann erdrückend sein und bietet dem Feind sehr viel Angriffsmöglichkeiten. Ich bete seit beinahe einem Jahr, dass sich jemand findet, der mich mal begleitet. Besonders in der Vorweihnachtszeit ist es oft schwierig und dann kamst Du mit der Frage!"

Freitag, 12. Februar 2016 - Einiges los gewesen

Im Dezember und Januar war wieder so Einiges los. Die Regenzeit, also der Sommer, hat ziemlich auf sich warten lassen; man sah an allen Ecken, dass es langsam Zeit für den Regen ist, da das sonst so grüne Gesicht von Curahuasi zu einem braunen, weniger ansehnlichem Gesicht geworden ist. Besonders die Bauern leiden unter der Trockenheit. Mittlerweile regnet es aber sehr regelmäßig und der Schulgarten (Titelbild) blüht und gedeiht.

 

Anfang Dezember konnten wir als Missionare bei unserem alljährlichen 'Retiro' mal die 'Empfangenden' sein. Das ganze Jahr über wird am Krankenhaus und Colegio viel gearbeitet, man engagiert sich in der Gemeinde und hat soziale Kontakte im Dorf die gepflegt werden. Man ist quasi 24/7 Missionar und es bleibt selten einmal Zeit für sich, die Familie zu nehmen oder Hobbies nachzugehen. Dieses Jahr sind wir in das 'Heilige Tal' nach Yucay, Urubamba gefahren und konnten dort ein ganzes Wochenende lecker essen, Workshops besuchen, Sport machen und Vorträge von Philip Nunn besuchen, der selbst lange in Südamerika war und uns mit seinen Beiträgen ermutigt hat. Wir konnten abseits von Curahuasi entspannen und einfach 3 tolle Tage genießen. (BILD 1)

 

Seit 1,5 Jahren ist unsere Baptistengemeinde ohne Pastor und das hat sich stark auf das Gemeindeleben ausgewirkt. Viel wurde von Missionare getragen, sei es Gottesdienstleitung, Musik oder Predigten und trotzdem war es keine leichte Zeit. Die Suche nach einem neuen Pastor erwies sich als äußert schwierig, da Curahuasi ein kleiner Ort ist mit sehr wenig Infrastruktur und es auch für einen Pastor in Peru ein Glaubensschritt sein dürfte in das kleine Bergdorf zu kommen. Seit Anfang/Mitte Dezember wissen wir aber: Wir haben einen Pastor gefunden; nach vielen Gesprächen und noch mehr Gebet. Bei der kleinen Willkommensfeier kamen wir (ich) das erste Mal in den Genuss Cuy essen zu können und es stellte sich heraus, dass ich als Allergiker Mehrschweinchen doch vertrage, es darf nur kein Fell mehr dran sein. (BILD 2)

 

Außerdem hat Alina im Dezember ihre 1. Klasse abgeschlossen. Das macht uns als Eltern natürlich besonders stolz, dass sie die 1. Klasse in Peru mit guten Noten abgeschlossen hat. Den Abschluss haben wir natürlich groß gefeiert, mit heißer Schokolade und dem 'Weihnachts-National-Kuchen' Paneton. Zum Schluss gab es noch Armbänder für jedes Kind, welche als Spende aus Deutschland kamen. Die Kinder haben sich sehr gefreut. (BILD 3)

 

Seit 1997, wenn es stimmt, liegt das Gelände auf BILD 4 brach. Es wurden seitdem bereits 3 peruanische Firmen beauftragt, mit dem Wunsch, einen kleinen Erholungspark für Familien daraus zu machen. Doch jedes Mal lief es so ab, dass die Erde einmal gelüftet wurde, die Stadt Curahuasi eine Anzahlung machte und sich die Firma von heute auf morgen aus dem Staub machte; selbstverständlich mit dem Geld. Leider ist das hier keine Seltenheit. Seit Dezember kann man hier wieder täglich Bauarbeiter antreffen. Hoffentlich klappt es dieses Mal wirklich und die Firma verduftet nicht wieder einfach mit dem Geld und wir haben hier dieses Jahr einen kleinen, schönen Park.

 

Unser Werkstatt-Team besteht aus 11 peruanischen Mitarbeitern. Leider mussten wir uns am 22. Dezember von einem langjährigen Mitarbeiter verabschieden. Er hat insgesamt 8 Jahre im Hospital gearbeitet und ist so zu einer Stütze geworden die natürlich wehtut, wenn sie fehlt. Wir wünschen ihm alles Gute und Gottes Segen für die Zukunft! (BILD 5)

 

Ab und zu brauchen auch mal medizinische Geräte eine Operation. Aus diesem Grund sind wir sehr dankbar, das seit dem 4. Januar Juan José bei uns mitarbeitet. Am 7. August hatten wir berichtet, dass er uns für zwei Wochen unterstützt, nun will er für ein ganzes Jahr bei Diospi Suyana mitarbeiten und verzichtet damit auf ein gutes Gehalt in Lima. Dafür sind wir sehr dankbar und freuen uns auf die Zusammenarbeit. (BILD 6 - ist natürlich leicht übertrieben)

 

Mitte Januar waren wir in Cusco um uns nach einem Sofa umzusehen. Das ist gar nicht so einfach. Erstmal muss man wissen wo es Möbel gibt, dann muss man ein Passendes finden und dann noch überlegen wie man das gerade gekaufte Stück über die Serpentinen von Cusco nach Curahuasi bekommt. Dass man in Peru 'anders' transportiert wussten wir bereits. Dass man allerdings eine komplette Couchgarnitur auf dem Dach festschnallt war mir neu. Aber es hat alles gut geklappt, alles ist heil geblieben. (BILD 7)

 

Am Sonntag den 10. Januar kamen Container aus Deutschland mit Material für den Feuer- und Schallschutz im Hospital. Eingepfercht in 6 Container warteten sage und schreibe 63 Tonnen Material darauf ausgeladen zu werden. Alles von Hand! Die 120 Kilo schweren Platten waren anfangs schnell abgeladen, aber irgendwann wurden die Dinger schwerer und schwerer. Diese super anstrengende Aktion ging von 13:00 Uhr bis 23:45 Uhr und am Montag nocheinmal gut 1,5 Stunden. (BILD 8)

 

Immer und überall begegnen uns Tiere von klein bis groß. Dieses besonders schöne Exemplar einer Schwarzen Witwe ist das größte, das mir bisher über den Weg gelaufen ist. Als Erwachsener stirbt man wohl nicht von dem Biss, aber angenehm wird es vermutlich trotzdem nicht sein. (BILD 9)

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