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Samstag, 06. Oktober 2018 - Einmal Erholungsurlaub, bitte! - Teil 2

Unsere 4 Helden
Unsere 4 Helden - Hilfe zur richtigen Zeit

Für Teil 1 bitte unten anfangen.

 

Der Wecker für 22:00 Uhr ist nicht notwendig. Ich bereite schon alles vor, trage die Kühlsachen ins Auto.

 

Wir fahren in Richtung Ortsausgang. Natürlich erreichen wir den ersten Streikposten. Aber dieses Mal ist alles anders. Die mehr oder weniger betrunkenen Streikenden geben uns keine Chance zu passieren. Wieder zählen weder Kinder noch die Geschichte die uns nach Peru geführt hat, keine Zeugnisse wirken: Wir beißen auf Granit. Wir bekommen lallend empfohlen uns an das Komitee der Landwirte zu wenden, die könnten uns eine Erlaubnis erteilen. Der Ort ist schnell gefunden, aber keiner will helfen.

 

Wir versuchen es bei der Polizei, also auf zum Kommissariat, vielleicht hilft man uns dort. Die drei freundlichen Polizisten sehen keine Lösung. Den Vorschlag noch länger in Quillabamba zu bleiben und den Streik abzuwarten weisen wir entschieden zurück. Mir kommt noch eine Idee. Wir könnten über die Berge zurück fahren. Das dauert länger, aber eventuell ist dort nicht so viel Streik. Auf die Aussage der Polizisten hin, dass hinter Quillabamba nichts mehr sein dürfte machen wir uns nun um kurz vor Mitternacht auf die Piste.

 

Knappe anderthalb Stunden lang passiert so gut wie nichts. Wir müssen lediglich kleineren Ästen und Steinen ausweichen. Einen großen Baumstamm räumen wir leicht aus dem Weg. Und dann stehen wir vor riesigen Felsen auf Schotter von Schiefergestein. Scheinbar wieder eine Sackgasse. Die Hoffnung wächst, dass diese die letzte Barriere sein dürfte, wenn man derart die Strecke blockiert. Nach kurzem Überlegen kommt eine Idee. Die Frauen ebnen den Schotterhügel ein und die Männer versuchen per Schwerlasttransportbänder und Auto den etwa vier Tonnen schweren Felsblock wegzuziehen. Es läuft gut. Der Schotterhügel schrumpft und der Asiate (Auto) läuft heiß und braucht immer wieder längere Pausen; aber es geht vorwärts.

 

Schließlich ist der freigeräumte Raum groß genug für den Wagen. Also steigen alle bis auf André aus und das Auto rollt durch den schmalen Durchgang. Es ist fast geschafft; die Felsenblockade ist schon hinter dem Auto. Plötzlich rutscht der Schotterhang in Richtung des 100m unter uns befindlichen Flussbettes ab! Sandra ruft sofort, dass ich anhalten und aussteigen soll. Dass das Auto nicht abrutscht liegt nur daran, dass der Fahrzeugboden auf dem Schotter aufsitzt und das rechte Rad bis zum Lager im Kies liegt, das linke Vorderrad hängt in der Luft. Versuche das Auto mit dem Wagenheber anzuheben enden jedes Mal im weiteren Abrutschen. Wir werden Hilfe holen müssen; also mache ich mich mit Jeannine, unserer Lernhelferin, auf den Weg in das nächstgelegene, 1 Stunde entfernte Dorf.

 

Nach 40 Minuten (es ist mittlerweile 03:30 Uhr am Morgen) ruft mich Sandra an, dass jemand mit einem Motorrad angekommen ist und gerne helfen will. Zurück am Auto sind bereits weitere Menschen eingetroffen die helfen, aber das Auto bekommen wir nicht frei. Die 1,4 Tonnen haben sich in den Schotter gegraben. Die nahegelegene Feuerwehr will uns auch nicht helfen. Schließlich wäre gerade Streik und die Streikposten würden gerade wieder aufgebaut. Der Motorradfahrer verspricht uns im nächsten Dorf die Polizei zu informieren und zusammen haben wir noch einen Freund von ihm angerufen.

 

Der kommt dann tatsächlich, bringt Verstärkung mit und ist zuversichtlich, dass wir unser Auto mit seinem Wagen rausziehen können. Wir teilen diese Zuversicht nicht, denn ein Toyota Yaris hatte das vor einer Stunde auch schon nicht geschafft, sein Volkswagen schafft es auch nicht. Eine letzte Idee: Wir besorgen noch mehr Leute und holen einen Baumstamm.

 

Eine halbe Stunde später ist der VW voll besetzt um ihn zu beschweren, in unserem Auto sitze ich und lege den Rückwärtsgang ein, vor meinem Auto stehen drei Männer und ein weiterer Mann hebelt mit dem Baumstamm unter dem freihängenden Rad. Wir geben gleichzeitig Gas, das Zugseil ist gespannt und die Männer schieben. Das vorläufige Ergebnis sind qualmende Motoren und Reifen und man gibt das Signal zum Aufhören. Ich rufe laut, dass ich etwas gespürt habe und rufe zum weitermachen auf. Fünf lange Sekunden steigt ein sicherlich giftiger Qualm auf, aber unser Auto scheint sich zu bewegen und tatsächlich verlässt unser Wagen rückwärts die Grube. Das Auto ist noch nicht einmal draußen und schon fließen Tränen der Erleichterung und Dankbarkeit. Wir umarmen unsere vier Engel und bedanken uns überschwänglich, notieren uns ihre Namen und sagen ihnen, dass wir sie gerne wiedersehen wollen. Wir sagen ihnen, dass sie das exakte Gegenteil von dem sind, was wir in dieser Situation erlebt haben.

 

Wir verlassen gerade das Geschehen, als die Polizei auftaucht. Zwei Stunden später. Sie entschuldigen sich, dass es so lange gedauert hätte, aber sie hätten uns nicht gefunden. Zwischen unserem Ort und dem nächsten war nämlich noch eine weitere Felsblockade, aber mit erheblich größeren Felsen. Spätestens dort wäre unser Fluchtversuch gescheitert. Wir versichern ihnen, dass wir Verständnis dafür haben und erwähnen noch einmal besonders unsere vier Freunde, die uns herausgeholfen haben. Sie bieten uns trotzdem Hilfe an. Sie würden uns gerne über eine mehr oder weniger geheimere Strecke aus dem Streikdistrikt herausführen. Wir stimmen dankend zu und die 3 netten Polizisten eskortieren uns über eine Stunde lang aus dem Alptraum. Eine weitere kleinere Straßensperre räumen sie bestimmend aus dem Weg, sodass die Streikenden keine Wahl haben; auch hier wären wir alleine nicht weiter gekommen. Wir verlassen den Distrikt und die Polizei wünscht uns eine bewahrte Weiterfahrt.

 

Es ist 07:30 Uhr, wir sind momentan bereits seit gut 9 Stunden unterwegs und zumindest ich seit 24 Stunden wach und wir sind noch nicht einmal annähernd zuhause. Müssen noch etwa 7 – 8 Stunden fahren und dabei einen 4400m hohen Gebirgspass überwinden. Aber ab jetzt haben wir nur noch den Gegner Müdigkeit, während wir durch ein traumhaftes, grünes Tal fahren. Nach fast 20 Stunden ab Fluchtbeginn aus Quillabamba kommen wir um 19:30 Uhr in Curahuasi an.

 

In den Nachrichten wird berichtet, dass sich die Situation im Distrikt „La convención“ zugespitzt hat und die Situation sich verschlechtert. In den staatlichen Schulen wird der Unterricht unterbrochen um Solidarität mit den Coca-Bauern zu zeigen. Erst nach 15 Tagen des Streiks und der z.T. aggressiven Proteste und Sachbeschädigungen wird eine Einigung zwischen der regionalen Regierung und den Bauern erzielt.

 

Es fällt uns teilweise immer noch schwer über diese Reise namens „Urlaub“ zurück zu denken, denn das war sicher eines der kräftezehrendsten und auch bedrohlichsten Ereignisse, das wir hier erlebt haben. Aber unterm Strich sind wir trotzdem dankbar. Wir hatten tolle Begegnungen in dieser Situation. Es hätte vermutlich an vielen Stellen nicht besser laufen können, außer wir wären gar nicht erst dort hingefahren. Wir kamen dort durch wo es gut war durchzukommen und kamen dort nicht weiter, wo wir nur in eine Sackgasse gekommen wären. Gott hat uns gute Ideen zu den passenden Momenten gegeben und hat uns im richtigen Augenblick die richten Menschen vorbeigeschickt.

 

In so einer Situation selbst fällt es einem sicher etwas schwerer darauf zu vertrauen, dass Gott nur das Beste für seine Kinder im Sinn hat, aber genau das ist es doch worum es geht. Unsere zwei Mädels sind auch nicht immer einverstanden mit der Art und Weise wie wir als Eltern die Dinge entscheiden. Meistens ist es ihnen im Nachhinein aber klarer warum wir so gehandelt haben und ihr Vertrauen ins uns wächst. So war dieses Abenteuer auch für uns wieder ein Baustein und eine Lernsituation.

 


Donnerstag, 27.September 2018 - Einmal Erholungsurlaub, bitte! - Teil 1

Melissa vor der Streikbarriere
Melissa vor der Streikbarriere

Besuch ist toll. Man freut sich, dass man der Verwandtschaft einmal zeigen kann wie man so im Ausland lebt; was die Vorzüge, Nachteile und Einschränkungen sind und erst recht die so ganz andere Vegetation. Vergangene Woche sind wir nach ein paar kurzen, kulturellen Einführungstagen zusammen in den Kurzurlaub gefahren, um fünf gemeinsame Tage genießen zu können. Und schon kann sich ungeplant ein Kurzurlaub zu einem echten Abenteuer oder gar einem kleinen Horrortrip entwickeln.

 

Donnerstag, 20. September

 

Wir starten um 10:00 Uhr von Ollantaytambo über einen 4000m Gebirgspass. Alles läuft super und der Alina ist nur ein wenig übel. Die Vorfreude ist groß als wir nach und nach in immer tropischere Gegenden abfahren und die Bananenbäume sich häufen.

 

Um 11:40 Uhr werden wir mit anderen Autos angehalten. Zuerst dachten wir, dass die Männer wegen einem aufwändigen Wendemanöver die Straße sperren. Schnell entdecken wir zwei große Steine und einen langen Stamm und schnell wird uns klar: Hier wird gestreikt. Familie Bacher kennt das ja schon und rechnet mit einer Sperre von etwa 30 Minuten. Nach 10 Minuten wird allerdings schon frei gemacht und wir freuen uns und fahren weiter. Nächster Halt 10 Minuten später. Hier scheint die Warteschlange etwas länger. Natürlich wollen wir uns informieren und steigen deshalb aus um uns an der Sperre zu erkundigen um was es genau geht. Man sagt uns, dass wir uns gedulden sollen. In 40 Minuten würde es weitergehen. Warum hier aber nun 3 Männer mit Macheten vorbeirennen entzieht sich allerdings unserer Informationsbeschaffung.

 

Außerdem erfahren wir, dass die Coca-Bauern für den Streik verantwortlich sein sollen. Sie wollen mehr Geld für die arroba (12kg) Coca-Blätter haben und versuchen durch das Blockieren der Straßen bei der Regierung Gehör zu bekommen. Da wir aber wie gesagt solche Straßensperren bereits von unseren Streiks in Curahuasi kennen, gehen wir davon aus, dass wir bald wieder weiterfahren können - selten haben wir derart falsch gelegen mit unserer Einschätzung. Die versprochenen 40 Minuten sind seit 20 Minuten abgelaufen und kurz kommt mir der Gedanke, dass es eventuell cleverer wäre umzudrehen und den Urlaub abzublasen. Der Gedanke bleibt unausgesprochen und deshalb erfahre ich nicht, dass Sandra denselben Gedanken hatte. Mittlerweile ist die Autowarteschlange lang geworden und das Gemüt der Streikenden verfinstert, sodass auch lautstark diskutiert wird. Wir warten geduldig und betend, dass man uns den „Kinderjoker“ gewährt und wir mit unseren kleinen Mädchen durch gelassen werden – aber keine Chance, wir stehen weiter.

 

Die Kinder spielen mit Eukalyptusblättern und Schalen von Pistazien auf der Straße, unser Auto wird mit Kreide bemalt „Viva el paro – Huayropata“ (Es lebe der Streik von Huayropata) und auch unsere Stimmung fängt an zu kippen. Wir unterhalten uns mit deutschen Touristen, die für den morgigen Tag Machu Picchu gebucht haben. „Denen ist offensichtlich nicht bewusst wen sie hier bestrafen, die Beschwerde gilt der Regierung, aber bestraft werden die Touristen, Taxifahrer, Familien und Ortsansässigen, die am allerwenigsten für das Defizit der Bauern können.“ Erneut wird versprochen, dass wir in 40 Minuten weiterfahren dürfen; wird allerdings nicht eingehalten. Nun sagt man uns, dass die Streiker einen Kompromiss mit der Polizei gemacht haben und sämtliche Autos um 18:00 Uhr passieren dürfen, bis dahin wolle man aber nichts mehr hören. Also gut, dann nochmal zwei Stunden warten. Die Uhr im Auto zeigt 17:52 Uhr und alle rennen zu ihren Autos, man lässt also alle durch. Aber anstatt mich zu freuen, habe ich das Gefühl ich würde mich einfach nur weiter in einem engen Rohr vorwärts bewegen, in dem ich mich nicht umdrehen kann, sondern nur weiter in ein Missgeschick krieche. Um 19:20 Uhr kommen wir endlich in Quillabamba an.

 

Die folgenden Tage gelingt es uns nur einigermaßen zu Ruhe zu kommen. Besonders bei Sandra und mir dreht sich der Gedanke ständig darum, ob wir hier nun gefangen sind oder ob wir wieder nach Curahuasi kommen. Eine nette Polizistin rät uns, wenn möglich um 03:00 Uhr morgens aufzubrechen, da wäre die Chance am größten. Wir halten das für eine gute Idee und versuchen zu entspannen.

 

 

Montag, 24. September

 

Alina hat Geburtstag. Yippieh! Wir machen das Beste draus und haben eine tolle kleine Feier mit allem Drum und Dran: Es gibt eine Torte zum Frühstück, Geschenke werden ausgepackt und wir haben sogar eine kleine piñata, die wir klein hauen.

In der Nacht zuvor habe ich schlecht geschlafen und sah die ganze Zeit Bilder von bürgerkriegsähnlichen Zuständen; wir müssen uns verstecken und heimlich entkommen. Am Morgen reden wir darüber und machen Erkundungstouren durch die leergefegte Stadt. Der Streik hat sich auf die Läden und Restaurants ausgebreitet und wir finden nur mit Schwierigkeiten eine Tienda (Laden), wo man uns etwas verkaufen will. Ein anderer Polizist sagt, wir sollten es am Abend probieren zu flüchten. Also gut, am selben Abend um 22:00 Uhr wollen wir uns auf den Weg machen.

 

Alle Versuche wenigstens ein wenig Ruhe vor 10 Uhr zu finden scheitern. Ich bin hellwach.

Fortsetzung folgt demnächst..


Samstag, 16. Juni 2018 - Deutscher Botschafter in Curahuasi

Botschafter Jörg Ranau besichtigt das Hospital
Botschafter Jörg Ranau besichtigt das Hospital

Am Samstag hat der deutsche Botschafter in Peru Jörg Ranau das Hospital Diospi Suyana besucht. Aus Cusco startete der Helikopter und landete um 10:40 Uhr auf unserem Heliport, der übrigens nun eine offizielle, eingetragene Anflugstelle in Peru ist. Dazu hat Diospi Suyana vor gut zwei Monaten ein offizielles Schreiben der peruanischen Luftfahrtbehörde erhalten. Nach einem Rundgang durch das Hospital haben wir zusammen in der Sporthalle der Schule das WM-Spiel Perú gegen Dänemark angesehen und nach einer weiteren Tour durch das Colegio Diospi Suyana verabschiedete sich der Botschafter und startete wieder Richtung Cusco.


Samstag, 10. März 2018 - Klinisch rein

Im Gottesdienst blieb der Einsatz der Bergers nicht unerwähnt
Im Gottesdienst blieb der Einsatz der Bergers nicht unerwähnt

Immer wieder sind wir als Hospital auf Hilfe von außen angewiesen. Regelmäßig kommen großzügige Sachspenden von Firmen im Hospital an, die uns unglaublich weiterhelfen. Nun ist es so, dass leider aber auch diese Geräte vor Alter und Abnutzung nicht verschont bleiben und irgendwann einfach kaputt gehen. Natürlich liegt mir in der Technikabteilung viel an den Reparaturen dieser Geräte und setze alles daran die Wartungskosten so gering wie möglich zu halten, aber es kommt die Zeit, da macht man aus einem Trabi keinen Porsche mehr und es muss Ersatz her.

 

Glücklicherweise sind wir aber in der Sterilisation noch einige Jahre davon entfernt. Gewartet werden müssen die Steris aber trotzdem. Wie gut, dass man Kontakte wie die Bergers hat. Reinhard ist ein echter Veteran auf dem Gebiet der Dampfsterilisation; das habe ich schon im November 2016 bei einer kleinen, einwöchigen "Schulung" mit ihm erkennen dürfen. Da es sich bei Dampfsterilisatoren im Grunde genommen um reine Physik handelt und die Regeln und Gesetze von Dampf, Druck und Temperatur vertrauenswürdig gleich bleiben, liegt es häufig an einem selbst, wenn man das defekte Teil nicht identifizieren kann. Aber dazu muss man die Gesetze und Regeln und das Verhältnis zueinander kennen. Und genau diese Zusammenhänge haben wir im 2er Team in den letzten zwei Wochen entdeckt (ich) und erörtert (Reinhard). Nun laufen unsere Steris wieder einwandfrei und die Gefahr einer Sepsis (= Entzündung) aufgrund nicht-steriler Instrumente ist erneut in Richtung unmöglich gegangen.

 

Erwähnen sollten wir noch, dass die Familie Berger auf eigene Kosten nach Peru gereist ist und auch für die Servicewartungen an den drei Geräten keinen einzigen Cent verlangt hat.


Samstag, 03. März 2018 - Ein neuer Abschnitt: Melissa wird eingeschult

Endlich geht's los
Endlich geht's los

Nun ist es endlich soweit. Seit über einem Jahr fiebert Melissa auf die Schule hin, sie fühlt sich längst nicht mehr als Kindergartenkind. Erst kurz vor dem Schulanfang wird ihr bewusst, dass sie in Zukunft nicht mehr mit ihrer Profe (Profesora = Lehrerein/Erzieherin) Yanet zusammen sein wird. Sie ist sehr traurig und hat schon jetzt keine Lust mehr in die Schule zu gehen. Nur gekonnte Überzeugungsarbeit ermutigt sie in die Schule zu gehen und der neuen Lehrerin eine Chance zu geben. Immerhin hat sie nun gut 3 Jahre mit 'ihrer' Yanet verbracht und die zwei sind sich sehr ans Herz gewachsen.

 

Zum Schulanfang haben wir auf dem Pausenhof den 91. Psalm aus dem alten Testament der Bibel gehört und zur visuellen Unterstützung hat sich Schuldirektor Christian Bigalke mit dem "Schirm des Höchsten" gegen Angriffe verteidigt. Dinge wie Krankheiten, Sorgen, Hausaufgaben, Ärger in der Schule und Lernen wird es sicher geben, aber Gott hat versprochen dabei zu sein und mit den Kindern und Eltern durch das neue Schuljahr zu gehen.

 

Ermutigt auch durch dieses kleine Anspiel ist Melissa sehr gerne und gut in ihrer neuen Umgebung angekommen und hat auch schon ein paar Hausaufgaben bewältigen können. Nun haben wir gar kein Kindergartenkind mehr, dafür aber zwei Schulkinder und die zwei sind wirklich toll gestartet. Alina ist nun auch wieder motivierter und macht ihre Sache in der 4. Klasse gut.

 

Zum Schluss haben wir noch mit einer befreundeten Familie zu einem Nachmittag mit Kaffee und Kuchen eingeladen, denn ihre kleine Tochter geht nun zusammen mit Melissa in die erste Klasse.